Aktuelles Programm 2019

Titel Termin  
       
  Körperliche Intervention – Schutz- und Haltetechniken bei Aggression und Gewalt gegen Betreuungspersonal und Eltern
--- ausgebucht ---
18./19.10.2019 Info
  Grenzwahrende Pädagogik und Betreuung – Gewaltschutz in Institutionen 07./08.11.2019 Info
 

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Körperliche Intervention – Schutz- und Haltetechniken bei Aggression und Gewalt gegen Betreuungspersonal und Eltern

Gewalt und Aggressionen gegenüber Pflege- und Betreuungspersonal oder gegen Eltern kommen bei Menschen mit Behinderung häufig vor, wie auch diesbezügliche Studien der Berufsgenossenschaft zeigen. Gleichzeitig bestehen im Zusammenhang mit diesen Themen viele Unsicherheiten und Ängste. Die Fortbildung möchte dabei helfen wieder Sicherheit zu erlangen und Handlungsalternativen aufzeigen.

Wirksame Techniken aus den Kampfkünsten Judo, Ju-Jutsu und Wado-Ryu sind so modifiziert, dass sie schmerzfrei eingesetzt und auch von "unsportlicheren" Personen durchgeführt werden können. Es handelt sich bei der Fortbildung aber um keinen "Selbstverteidigungskurs", sondern ein spezielles Konzept, das die besondere therapeutische und/oder pädagogische Beziehung zu unseren Betreuten berücksichtigt und nicht gefährdet, sondern deren Achtung und Würde in den Mittelpunkt stellt.

Termin

Fr 18.10.2019, 9.30 – 12.30 und 13.30 – 17.00 Uhr
Sa 19.10.2019, 9.00 – 12.00 und 13.00 – 16.00 Uhr

Inhalte

Fachinformation zum Thema aggressive Eskalation

Haltegriffe
Methoden, die es ermöglichen sich und andere gegen verschiedenste Übergriffe zu wehren (z.B. Schläge, Umarmungen, an den Haaren ziehen, Würgen usw.), betreute Person sicher zu führen, Abstand zu ihnen herzustellen oder sie wirksam zu halten, um eine aggressive Eskalation gemeinsam durchstehen zu können.

Methodik
Kurzvortrag/Fachinformation, Gruppenarbeit, Bearbeitung praktischer Beispiele, Rollenspiel, viele körperliche Trainingseinheiten zum Einüben der Schutz- und Haltegriffe

Zielgruppe

Alle Mitarbeitende/Betroffene/Eltern die mehr Sicherheit im Umgang mit aggressiven Verhaltensweisen und Gewalt erlernen wollen

Sonstiges

Bitte bequeme Trainingskleidung und Hallenturnschuhe mitbringen!

Rechtliches

Die Teilnahme an der Veranstaltung erfolgt auf eigenes Risiko und in Eigenverantwortung. Der Referent übernimmt keine Haftung für gesundheitliche Schäden oder Risiken des Teilnehmers in Zusammenhang mit der Teilnahme an der hier beschriebenen Veranstaltung. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Für Verletzungen, die durch Teilnehmer oder außenstehende Dritte entstehen wird ebenfalls keine Haftung übernommen.

Kosten

270,- € bei Anmeldung bis 22.07.2019 (incl. Getränke)
290,- € bei Anmeldung ab 23.07.2019 (incl. Getränke)

Referent

Hr. Thomas Otto
Dipl.-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Psychologischer Fachdienst

Veranstaltungsort (ACHTUNG abweichend!)

Lebenshilfe Erlangen
Anderlohrstr. 31 (Turnhalle), 91058 Erlangen

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Verbindliche Anmeldung zur Fortbildung:

Körperliche Intervention – Schutz- und Haltetechniken

Anmeldemodalitäten als PDF

 

Grenzwahrende Pädagogik und Betreuung – Gewaltschutz in Institutionen

Institutionen sind dem Schutz ihrer Betreuten vor Gewalt verpflichtet. Dafür müssen sie den Blick auf drei Ebenen richten: den Schutz vor psychischer, physischer und sexualisierter Gewalt sowie Vernachlässigung durch die Eltern (Schutz vor Kindeswohlgefährdung), den Schutz vor Gewalt unter Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen in der Einrichtung und den Schutz vor Gewalt und schädigende Erziehungspraktiken durch Mitarbeitende.

Den Blick nach innen, auf die eigene Haltung und Pädagogik zu richten, sie kritisch zu beleuchten und zu hinterfragen, stellt Institutionen vor eine große Herausforderung. Betreute Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben das Recht eine Pädagogik/Betreuung zu erfahren, die ihre Grenzen wahrt und sie in ihrer Selbstbestimmung und ihren sozialen Kompetenzen bestärkt. Sie sollten sich in der Institution sicher fühlen können.

Fachkräfte brauchen eine besonders hohe Sensibilität z.B. im Umgang mit Nähe und Distanz, mit Körper- und Schamgrenzen und dem pädagogischen Umgang mit den betreuten Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen in herausfordernden Situationen. Es bedarf einer intensiven Auseinandersetzung im Kollegium, um eine gemeinsame Handlungsorientierung zu erarbeiten, die den Fachkräften und auch den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einen Rahmen zur Orientierung geben.

Die Fortbildung will für pädagogische Grenzsituationen sensibilisieren, pädagogische Haltungen und Verhalten diskutieren und gemeinsam Möglichkeiten der grenzwahrenden, gewaltpräventiven und stärkenden Pädagogik und Betreuung auf den Weg bringen.

Bedürfnisorientiert finden Beratungen zur einrichtungsinternen Konzeptentwicklung und Fallberatungen statt.

Termin

Do 07.11.2019, 9.30 – 12.30 und 13.30 – 16.30 Uhr
Fr 08.11.2019, 9.00 – 12.00 und 13.00 – 16.00 Uhr

Inhalte

Ebenen des Gewaltschutzes in Institutionen

  • Schutz vor Gewalt durch die Eltern (bei Kindern und Jugendlichen)
  • Schutz vor Gewalt unter den Betreuten/Kindern
  • Schutz vor Gewalt durch die Mitarbeiter/innen der Institution
  • Exkurs: Schutz vor Gewalt an Mitarbeiter/innen durch Betreute

Kriterien, wo eine Grenzverletzung durch MitarbeiterInnen an Betreuten beginnt?

Inhalte von Schutzkonzepten, Beispiele aus der Praxis
Umgang mit Nähe und Distanz, Wahrung der Intimsphäre / der Schamgrenzen, Bewusstsein über berufliche Rolle, respektvoller Umgang

Grenzwahrende Pädagogik in der eigenen Einrichtung (Arbeitsgruppen und Plenum)
Erarbeitung von Verhaltensstandards für die eigene Institution

Intervention bei Grenzverletzungen und Gewalt durch Mitarbeiter/innen in Institutionen

Kosten

250,- € bei Anmeldung bis 16.09.2019 (incl. Fortbildungsskript, Getränke)
270,- € bei Anmeldung ab 17.09.2019 (incl. Fortbildungsskript, Getränke)

ReferentInnen

Bernd Moser, Dipl. Sozialpädagoge, Pro Prävention e.V.
Anne Kimmel, Dipl. Sozialpädagogin, Pro Prävention e.V.

Veranstaltungsort

Kreisjugendring Nürnberg
Seminarraum "Delta" (großes Rundbogen Holztor)
Hintere Insel Schütt 20
90403 Nürnberg

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Verbindliche Anmeldung zur Fortbildung:

Grenzwahrende Pädagogik und Betreuung

Anmeldemodalitäten als PDF

 
Anmeldeformular als PDF
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